Fußpilz – Symptome, Ursachen und die richtige Behandlung

Wie entsteht ein Fußpilz, wie kann man ihn erkennen und was hilft dagegen? Heutzutage sind etwa 15 % aller Menschen in Deutschland schon einmal mit einer Infektion in Berührung gekommen. Dabei gibt es bestimmte Risikogruppen, die häufiger betroffen sind. Welche das sind und was Sie dagegen tun können, sowie alle weiteren Informationen zu diesem Thema klären wir in diesem Artikel für Sie.

 

Was ist ein FußpilzWas ist ein Fußpilz? - Überblick

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Pilzerkrankung von der die Haut, aber auch Haare oder Nägel betroffen sind. Die Erkrankung gehört zur Gruppe der Dermatomykosen, wie Sie von Ärzten bezeichnet wird. Für den Normalbürger würde man sagen, dass es sich um eine Art der Hautpilz-Erkrankungen handelt. Der Fußpilzbefall tritt am häufigsten in den Zehenzwischenräumen auf und kann im fortschreitenden Stadium auch die Fußsohle, sowie den Fußrücken befallen. Sie kann sich bei falscher Vorsicht auf andere Körperpartien der Haut übertragen und sollte immer behandelt werden. Häufig findet die Übertragung auch auf die Fußnägel statt, was dann als Nagelpilz bezeichnet wird. Tinea Pedis ist nicht lebensbedrohlich oder besonders gefährlich, allerdings kann die Erkrankung eine sehr große Auswirkung auf die Lebensqualität haben, da sie den Betroffenen stark in seiner Mobilität einschränken kann. Männer sind in der Regel häufiger betroffen als Frauen. Woran genau das liegt ist nicht eindeutig geklärt, wobei Ärzte vermuten, dass es an einer stärkeren Schweißbildung liegen kann.

 

Ursachen

In den häufigsten Fällen findet der Befall durch den Fußpilz durch sogenannte Fadenpilze (Dermatophyten) statt. Diese Pilze sind in etwa 75 % aller Fälle die Verursacher einer Fußpilzinfektion. In seltenen Fällen können Hefe- Schimmel- oder Sprosspilze für einen Fußpilzbefall verantwortlich sein. Die Pilze haben ganz besondere Methoden, um sich bei einem Wirt einzunisten. Sie können sich sogar als körpereigene Zelle tarnen, um den Abwehrmantel der Haut zu täuschen. Außerdem schädigen sie den Säureschutzmantel der Haut, um sich gezielt an den Hautschuppen anzuhaften und in der Haut einzunisten. Hier setzen sie sich fest und breiten sich nach und nach aus. Bei einem guten Säureschutzmantel der Haut reicht das jedoch häufig nicht aus, um einen Infekt zu bekommen.

 

Wenn die Haut angerissen oder geschädigt ist und das Immunsystem des Körpers schwach ist, fällt es einem Pilz viel leichter, in den Körper einzudringen und Schaden anzurichten. Die Pilze dringen bis tief in die Hornschicht ein und der Körper beginnt zu reagieren und sein Immunsystem einzuschalten, um den Pilz zu bekämpfen. Das führt dazu, dass Ihre Haut anfängt zu jucken und sich leicht zu röten. Durch den Kampf gegen den Pilz regeneriert der Körper vermehrt die Hautschicht, was zu einer dicken Verschuppung der Haut führt. Diese Schuppen fallen vom Körper ab und behalten die Pilzsporen in sich. Die Pilze sind wahre Überlebenskünstler, weshalb Sie mehrere Wochen an den Hautschuppen überleben können, abhängig von Temperaturen, Feuchtigkeit etc. Die Hautschuppen können dabei so klein sein, dass wir sie nicht einmal sehen können. Dieser Vorgang führt bei vielen Menschen zu einem unerwarteten Befall von Fußpilz, da die abgefallenen Hautschuppen, die nächsten Menschen infizieren, die mit Ihnen in Berührung kommen.

 

Risikofaktoren – Wie kann man sich anstecken?

Ein Fußpilz kann aus verschiedenen Ansteckungsgefahren zu Ihnen gelangen. Die größte Gefahr geht aus von:

  • Böden in öffentlichen Einrichtungen
  • Fremden Handtüchern
  • Nagelscheren
  • Schuhen
  • Haut zu Haut Kontakt

 

Außerdem gibt es drei klare Faktoren, die einen Pilzbefall begünstigen und die Ansteckungsgefahr erhöhen. Ein Pilz kann nämlich allein durch den Kontakt der Haut nicht unbedingt eine Ansteckung auslösen, wenn jedoch eines oder mehrere dieser drei Faktoren zutrifft steigt das Risiko erheblich.

 

  1. Das Feuchtwarme Klima: Wenn der Fuß stark schwitzt und die Temperatur im Schuh erhöht ist, begünstigt dies einen Pilzbefall deutlich. Gerade bei synthetischen Fasern der Strümpfe, schwitzen die Füße vermehrt und stärker. Dies führt dazu, dass die Haut weicher wird. Besonders zwischen den Zehen kann sich der Pilz sehr gut in die Haut eindringen und sich unter der Hornschicht festsetzen.

  2. Offene Stellen und Eintrittswege: Der Pilz muss, um sich im Körper festzusetzen, die obere Hautschicht überwinden. Wenn diese jedoch gar nicht mehr vorhanden ist, ist es natürlich umso leichter für den Pilz. Gründe dafür können beispielsweise sehr enge Schuhe bei Fußballspielern oder anderen Sportlern sein, wodurch die Haut stark aneinander reibt und somit wunde Stellen entstehen. Hier kann der Pilz besonders leicht eintreten. Außerdem können Verletzungen oder kleine Risse in der Haut dazu führen, dass der Fußpilz seinen schnellen Weg in den Körper findet.

  3. Schwacher Abwehrmechanismus des Körpers: Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann sich der Körper nicht mehr gut gegen äußere Erreger verteidigen. Auch hierbei hat der Pilz ein leichteres Spiel in den Körper zu gelangen. Im Winter ist das Immunsystem beispielsweise besonders gefordert. Aber auch bei verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. Diabetes oder einer Durchblutungsstörung ist das Immunsystem viel stärker gefordert und den Pilzen wird ein Fußpilzbefall leichter gemacht.

 

Zusätzlich sollten Sie beachten, dass nicht nur die Füße der Gefahr ausgesetzt sind. Ein Fußpilz hat deshalb seinen Namen, weil er sich bevorzugt an Füßen festsetzt. Er kann allerdings genauso auf andere Stellen des Körpers übertragen werden. Schon ein einziger Kontakt reicht aus, um den Pilz dort festzusetzen. Achten Sie darauf Ihre Hände sehr gut zu waschen und zu desinfizieren, wenn Sie Ihre befallenen Füße damit berührt haben. Sonst kann es passieren, dass Sie sich an anderen Körperstellen berühren und in Folge dessen, an einem Hautpilz erkranken.

 

Risikogruppen

Es gibt viele Gruppen von Menschen, die eher dazu neigen an einem Fußpilz zu erkranken. Das können entweder verschiedene Faktoren der Gesundheit, des Berufes oder der Lebensumstände sein. In der Regel sind Menschen in erhöhtem Alter generell häufiger von Fußpilz betroffen. Aber auch Personen, die an Diabetes mellitus leiden, sind durch Ihre schlechte Durchblutung und durch ein stark geschwächtes Immunsystem häufig betroffen. Etwa 70 % der Patienten leiden darunter. Des weitern gibt es ein erhöhtes Risiko für Personengruppen, die beruflich bedingt sehr lange in festen, dichten Schuhen stecken und mit diesen arbeiten müssen.

 

Menschen die im Handwerk, im Straßenbau oder allgemein viel auf Baustellen arbeiten müssen und deswegen feste Schuhe mit Stahlkappen tragen, sind mit dieser Risikogruppe gemeint. Auch Personen mit Fußfehlstellungen, bieten dem Fußpilz eine leichtere Infektionsmöglichkeit. Sie haben oft Druckstellen durch die Fehlstellung des Fußes, die dazu führen, dass Wunden entstehen, an denen der Pilz eindringen kann. Zur letzten Risikogruppe gehören Sportler, wie beispielsweise Fußballer, die viel in Ihren Schuhen schwitzen und dadurch sehr stark aufgeweichte Haut haben. Es fällt einem Pilz viel leichter, in die aufgeweichte Haut einzudringen, aber die Sportler haben noch ein weiteres Risiko. Sie halten sich oft in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen auf, in denen sich die Pilze unglaublich wohl fühlen. Es ist warm, feucht und genau an diesen Stellen überleben die Pilze wochenlang. Dadurch kommt es sehr schnell zu einer Infektion, wenn man barfuß an solchen Orten lauft oder die Füße nicht richtig reinigt, desinfiziert und abtrocknet.

 

Fußpilz erkennen – Die Symptome

Ein Fußpilz zwischen den Zehen ist meist die aller erste Stelle der Infektion. Man erkennt den Fußpilz zu Beginn, anhand der leicht weißlichen und aufgequollenen Haut. Er kündigt sich meist mit einem Juckreiz an und die Haut rötet sich nach und nach. Wenn der Pilz sich ausbreiten kann, beginnt die Haut damit sich stark zu verschuppen. Die Hautschuppen werden dann rissig und somit kann es zu Schmerzen im Bereich der Zehenzwischenräume kommen, allerdings erst im fortschreitenden Stadium. Natürlich können die Symptome auch im Bereich der Fußsohle oder im Extremfall bis zum Fußrücken erscheinen. Am häufigsten aber finden Sie zwischen den Zehen statt. Dort kann sich der Pilz am besten entwickeln und ausbreiten. Unter den Hautschuppen öffnet sich meist eine sehr entzündete und gereizte Haut, die eine Eintrittspforte für weitere Keime und Bakterien bietet. Diese Keime können die Schmerzen verschlimmern und die Krankheitserscheinung weiter verschlechtern.

 

Wenn die Symptome im Fußsohlenbereich auftreten, spricht man auch von einer besonderen Form des Fußpilzes, der sogenannten Mokassin-Mykose. Bei dieser Art der Mykose, können auch Risse am ganzen Fuß und besonders im Bereich der Fersen entstehen. In diesem Bereich sind die entzündeten Hautstellen dann besonders schmerzhaft, weil sie beim Gehen stark unter Belastung stehen. Eine Mobilitätseinschränkung ist dann nicht selten die Folge. Außerdem kann es in einigen Fällen zu einer Bildung von Bläschen kommen. Diese treten ebenfalls eher im Bereich der Fußsohle und der Außenkanten auf. Bei so einem Fall spricht man einer vesikulos-dyshidrotischen Fußpilzinfektion. Die Bläschen trocknen nach einer gewissen Zeit ein, was zur Folge haben kann, dass die Haut an diesen Stellen vermehrt beginnt zu jucken und zu spannen.

 

Symptome im Überblick:

  • Hautrötungen
  • Verschuppte Haut
  • Aufgequollene weiße Hautstellen zwischen den Zehen
  • Verfärbungen am Rand der aufgequollenen Haut
  • Juckreiz
  • Rissige Haut
  • Entzündungen und Wunden unter den Hautschuppen
  • Bläschenbildung

 

Diagnose

Fußpilz lässt man entweder im ersten Schritt beim Hausarzt, noch besser aber bei einem Dermatologen (Hautarzt) diagnostizieren. In der Regel kann der Hautarzt relativ eindeutig, anhand der Symptome erkennen, ob es sich um Fußpilz an den Fersen, zwischen den Zehen oder an der Sohle der Füße handelt. Um allerdings eine genauere Diagnose zu geben, entnimmt er mithilfe eines kleinen Spatels Hautschuppen. Diese Hautschuppen werden in einem speziellen Nährboden zu einer Pilzkultur angelegt. Dieser Vorgang dauert in der Regel einige Tage. Parallel dazu sieht der Arzt sich die entnommenen Hautschuppen unter einem Mikroskop an, um einen ersten Überblick über die Pilzart zu erkennen. Wenn sich die Pilzkultur entwickelt hat, kann der Arzt eindeutig sagen, um welche Art es sich handelt. Demensprechend kann er sagen, mit welchen Medikamenten die Therapie vollzogen wird, sodass man den Fußpilz behandeln kann. Übrigens ist der vollständige Vorgang, bei dem der Arzt die Hautschuppen beim Patienten entnimmt, in der Regel vollkommen schmerzfrei.

 

Verwechslung mit anderen Hauterkrankungen

Es gibt einige Hauterkrankungen, die ebenfalls in den Zwischenräumen der Zehen auftreten können und ähnliche Symptome aufweisen. Deshalb kann es passieren, dass Leien diese Erkrankungen miteinander verwechseln. Umso wichtiger ist eine Diagnose durch einen Experten. Dieser kennt die Unterschiede zu ähnlichen Erkrankungen und kann Ihnen genau sagen, welche in Ihrem Fall zutrifft.

 

Verwechslungsgefahr besteht beispielsweise bei Hauterkrankungen wie:

  • Bakterieninfekte
  • Schuppenflechte
  • Hautekzeme

 

Verlauf und Komplikationen

Wenn ein Fußpilzbefall nicht behandelt wird, kann er sich ungehindert ausbreiten. Auf keinem Fall verschwindet Fußpilz von allein, stattdessen nimmt er meist einen chronischen Verlauf und breitet sich auf andere Bereiche des Körpers aus. Die Komplikationen, die dann entstehen können sind beispielsweise Nagelpilz, der weitaus schwerer zu behandeln ist als Fußpilz. Außerdem kann ein Hautpilz bestehen, der sich großflächig ausbreiten kann. Mit so einem Pilz ist nicht zu Spaßen und es können schwerwiegende Folgen entstehen. Außerdem verursacht er starkes Jucken und Schmerzen, durch Entzündungen. Es kann auch zu einer Wundrose kommen, die durch Bakterien ausgelöst wird, welche durch die wunde, offene Haut in den Körper eindringen können. Diese Wundrose ist eine Hautentzündung, die von Spannungen und Entzündungen der Haut, bis hin zu Fieber führen kann. Eine weitere Komplikation kann eine Unverträglichkeit der Antimykotika sein, die der Körper eventuell nicht verträgt. Dann muss der Arzt zu einem anderen Fußpilz Mittel greifen, um schlimmere Folgen zu verhindern und eine weitere Behandlung fortzuführen.

 

Fußpilz von NahenFußpilz behandeln

Bei einer Fußpilzbehandlung werden in der Regel sogenannte Antimykotika eingesetzt. Dies sind Mittel die den Pilzbefall entweder eindämmen und die Ausbreitung verhindern oder den Pilz abtöten.

 

Je nach Schwere des Pilzbefalls werden verschiedene Mittel eingesetzt. Die Mittel werden in den häufigsten Fällen als Cremes, Salben, Puder, Spray oder Tablettenform eingesetzt und sind in Apotheken erhältlich. Während man für Tabletten ein Rezept vom Arzt benötigt, kann man Salben, Sprays, Cremes und Puder rezeptfrei erwerben. Je nachdem wie stark sich der Fußpilz bereits ausgebreitet hat, wird auf unterschiedliche Methoden zurückgegriffen.

 

Fußpilz zwischen den Zehen

In den Zehenzwischenräumen kommt es am häufigsten zu einem Pilzbefall und die betroffene Person merkt dies meist an einem Juckreiz. Hier kann der Pilz schnell mit Salben, Cremes oder Puder behandelt werden. Man unterscheidet zwischen zwei Arten der Behandlung

 

  • Fungizide Behandlung: Wird der Fußpilz mit einem fungiziden (pilztötenden) Mittel, wie beispielsweise Terbinafin behandelt, findet meist eine einmalige Anwendung des Mittels statt. Die Behandlung benötigt in diesem Fall sehr wenig Zeit und ist relativ simpel durchzuführen. Bei einem leichten Pilzbefall reicht eine Einmalbehandlung oft aus und der Pilz verschwindet nach kurzer Zeit. Sollte der Pilz etwas stärker ausgebreitet sein, sollte man auf die zweite Behandlungsmethode zurückgreifen.
  • Fungistatische Behandlung: Hierbei wird der Pilz nicht abgetötet, sondern nur an seinem Wachstum gehindert. Dies geschieht durch die Anwendung eines fungistatischen (pilzhemmenden) Mittels, dass ebenfalls in Form von Salben oder Cremes rezeptfrei verabreicht wird. Durch die Regeneration der Haut, werden die alten infizierten Hautschuppen nach und nach abgeworfen und der Fußpilz verschwindet. Durch das Mittel können sich keine neuen Pilzsporen ausbreiten. Die Behandlung mit einem fungistatischen Mittel dauert in der Regel zwischen drei und vier Wochen. Dann hat sich die Haut vollständig regeneriert und der Pilz ist verschwunden. Ein häufig verwendeter Wirkstoff eines solchen Mittel ist beispielsweise Clotrimazol.

 

Befall an der Ferse und Sohle

Kommt es zu einem Pilzbefall an der Ferse oder der Fußsohle, kann es passieren, dass ein normales rezeptfreies Mittel nicht ausreicht. Dann kann der Arzt Antimykotika in Tablettenform verschreiben. Diese Mittel enthalten zum Beispiel Wirkstoffe wie Terbinafin oder Itraconazol. Diese Arzneimittel sind natürlich nicht ohne Grund verschreibungspflichtig. Sie können Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen- Darm Probleme mit sich bringen. Der Arzt verschreibt deshalb sehr selten solche Mittel. Die gute Nachricht ist, dass man jene Medikamente nur benötigt, wenn der Pilzbefall sehr stark ausgeprägt ist, lange nicht behandelt wurde oder sich schon auf die Nägel (Nagelpilz) übertragen konnte.

 

Hausmittel

Auch Hausmittel gegen Fußpilz werden immer wieder von Betroffenen genutzt. Ob diese tatsächlich helfen und das Richtige sind oder nur einen geringen Unterschied am Verlauf der Fußpilzerkrankung verändern, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Allerdings gibt es jede Menge Erfahrungsberichte, in denen Anwender von sehr positiven Effekten mit dem Einsatz von Hausmitteln gemacht haben.

 

Häufig genutzte Hausmittel gegen Fußpilz sind:

  • Teebaumöl
  • Ozonisiertes Olivenöl
  • Backpulver
  • Apfelessig
  • Fußbäder
  • Zahnpasta
  • Knoblauch
  • Honig
  • Kokosöl

 

Die Hausmittel werden auf die verschiedensten Arten angewendet. Während man die verschiedenen ätherischen Öle, wie Teebaum- oder Lavendelöl mit einem Wattebausch auf die betroffenen Stellen tupft, kann man mit schwarzem Tee ein Fußbad anreichern, indem man die Füße badet, um den Pilz zu bekämpfen. Mit einer Knoblauchknolle hingegen reibt man die Stellen ein, damit eine antimykotische Wirkung stattfindet. Backpulver hingegen wird ganz anders angewendet. Man nutzt es, um die Zehenzwischenräume und den Fuß trocken zu halten, indem man ihn damit einpudert.

 

Allgemeine Tipps während einer Behandlung

Egal, ob Sie den Fußpilz mit Hausmitteln oder schulmedizinischen Präparaten behandeln, sollten Sie zusätzlich einige Tipps befolgen, die Sie zusätzlich zu Ihrer Therapie einhalten und anwenden.

 

  • Waschen Sie Ihre Kleidung regelmäßig während der Behandlung und wechseln Sie täglich Ihre Socken, Handtücher und Schuhe.
  • Waschen Sie diese Bekleidung mindestens bei 60° C.
  • Halten Sie Ihre Zehenzwischenräume immer trocken und stecken Sie sich beispielsweise Wattepads zwischen die Zehen. Diese halten die Stellen trocken und verhindern eine zu feuchte Haut. Statt der Watte können Sie auch Verbände oder Stoffstreifen nutzen.
  • Desinfizieren Sie Ihre Schuhe, Strümpfe und Nagelscheren, die Sie während der Therapie nutzen.
  • Tragen Sie an Orten wie, Hotelanlagen, Schwimmbäder und Saunen stets Badeschuhe.
  • Tragen Sie Schuhe mit atmungsaktiven Fasern oder aus Leder.
  • Vermeiden Sie auf jeden Fall Polyester und Elasthan als Material Ihrer Strümpfe.

 

Vorbeugen

Was kann man tun, wenn man sich vor Fußpilz schützen möchte, weil man noch nicht betroffen ist?

 

  • Achten Sie darauf, möglichst trockene Füße zu haben. Die Zehenzwischenräume sollten Sie nach den duschen besonders beachten, sowie den gesamten Fuß. Föhnen Sie die Zwischenräume Ihrer Zehen und trocknen Sie die Füße mit einem Handtuch gut ab.
  • Seien Sie vorsichtig in Saunen, Schwimmhallen und öffentlichen Bäder. Tragen Sie Badeschuhe an solchen Orten. Auch in Hotels ist die Gefahr groß, sich zu infizieren, da die Desinfektionsmittel oft nicht ausreichen, um die Pilzsporen an den tiefsitzenden Stellen abzutöten.
  • Regen Sie Ihre Durchblutung an. Besonders Menschen mit Diabetes oder anderen Durchblutungserkrankungen ist geraten, regelmäßig Fußbäder zu machen. Sie können natürlich auch Sport treiben, da die Durchblutung hierbei sehr stark angeregt wird. Sie müssen dann nur unbedingt darauf achten, dass Ihre Füße, über einen längeren Zeitraum, nicht zu feucht werden.
  • Tragen Sie atmungsaktive Schuhe aus Leder oder leichten Mikrofasern. Sie sollen darauf achten, dass die Schuhe bequem sitzen und den Fuß nicht einklemmen. Bei Frauen sei gesagt, dass Sie nicht zu oft hohe, unbequeme Schuhe tragen sollten, da die Venen bei solchen gequetscht werden und der Fuß sehr stark eingeengt wird. Das führt zu einer schlechteren Durchblutung und regt die Füße außerdem zum Schwitzen an.
  • Wechseln Sie Ihre Handtücher und Badematten regelmäßig. Außerdem sollten Sie diese und Ihre Socken bei mindestens 60 °C waschen. Wenn Sie eine Person in der Familie haben, die gerade an einem Fußpilz leidet, sollten Sie den Kontakt zu dieser Person und deren Kleidung mit Vorsicht genießen. Teilen Sie sich niemals Handtücher, Nagelscheren oder ähnliches.
  • Kontrollieren Sie Ihre Füße regelmäßig. Oft bekommt man einen Fußpilz erst dann mit, wenn er schon begonnen hat sich auszubreiten. Besonders in Schwimmbädern sollten Sie diesen Punkt beachten. Da Ihre Haut dort sehr weich wird, fällt es Pilzen deutlich leichter in Ihren Körper einzudringen.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem. Ein Fußpilz hat es immer leichter, wenn Ihr Körper geschwächt ist. Ernähren Sie sich gesund und achten Sie auf eine ausreichende Bewegung. Menschen mit einer Immunsystemschwäche können sich Tipps vom Arzt holen, wie Sie fit und gesund bleiben.
  • Kaufen Sie sich ein Spray zur Desinfektion Ihrer Schuhe. Das hindert Pilze daran sich überhaupt erst bei Ihnen festzusetzen.
  • Wechseln Sie regelmäßig das Schuhwerk. Lassen Sie Ihre Schuhe gut auslüften und tragen Sie ein Paar Schuhe maximal zwei Tage in Folge, wenn Sie unter stärkerem Fußschwitzen leiden.

 

Wenn Sie einige dieser Ratschläge befolgen, wird es Pilzen deutlich schwerer fallen bei Ihnen einen Platz zu finden.

 

Fazit

Wir haben Ihnen nun alles zum Thema Fußpilz erklärt. Wir haben besprochen, wie ein Fußpilz entsteht, welche Ursachen er hat und woran man Fußpilz erkennen kann. Außerdem sind wir darauf eingegangen, wie der Arzt eine Diagnose feststellt und wie Sie den Fußpilz behandeln können, ob allein oder mithilfe des Arztes. Sie sollten in jedem Fall eines Fußpilzbefalls zu einem Arzt gehen, um schlimmere oder falsche Erkrankungsdiagnosen auszuschließen. Sollten Sie dann feststellen, dass Sie an einem leichten Befall leiden, reicht es aus, antimykotische Mittel jeglicher Art aus der Apotheke einzusetzen, die Sie rezeptfrei bekommen können. Ist ein sehr starker Befall ausgebrochen, sollten sie Komplikationen verhindern und im Ernstfall zu einem Rezept des Arztes greifen. Nehmen Sie einen Fußpilz nicht auf die leichte Schulter, denn er kann sich schneller ausbreiten, als man es wahrhaben möchte. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel alle Fragen beantwortet zu haben und wünschen Ihnen alles Gute.


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